Outfit-Fehler beim Pferdeshooting entstehen oft durch ganz kleine Dinge: ein großer Schriftzug, unbequeme Kleidung oder Schuhe, die nach drei Schritten im Matsch versinken. Das Outfit für dein Pferdeshooting muss weder teuer noch besonders ausgefallen sein. Es sollte vor allem zu dir passen, bequem sein und dir erlauben, dich ganz normal mit deinem Pferd zu bewegen.
Trotzdem gibt es ein paar kleine Outfit-Fallen, die auf Bildern schnell auffallen. Ein großer Schriftzug übernimmt plötzlich die Hauptrolle, das Oberteil rutscht bei jeder Bewegung hoch oder die schicken Schuhe versinken nach drei Schritten im Matsch. Zack – modischer Notfall auf der Pferdewiese. 😄
Die gute Nachricht: Die meisten Outfit-Fehler lassen sich ganz einfach vermeiden. In diesem Artikel zeige ich dir, worauf du bei Kleidung, Schuhen, Farben und Accessoires achten solltest. Dazu bekommst du zu jedem Fehler eine konkrete Lösung, damit du dich beim Shooting wohlfühlst und dein Outfit nicht ständig kontrollieren musst.
Denn während des Shootings solltest du dich auf dein Pferd konzentrieren können – und nicht darauf, ob dein BH-Träger gerade wieder einen eigenen Auftritt plant.
Wenn dein Outfit mehr Aufmerksamkeit bekommt als dein Pferd
Dein Outfit soll dich gut aussehen lassen. Es sollte aber nicht schon aus hundert Metern Entfernung rufen: „Hallo, hier bin ich! Und irgendwo daneben steht übrigens noch ein Pferd.“
Besonders Logos, grelle Farben und unruhige Muster ziehen auf Fotos schnell mehr Aufmerksamkeit auf sich, als man vorher denkt.
Fehler 1: Große Logos und Schriftzüge
Ein großer Markenname auf dem Pullover, ein auffälliger Spruch auf dem T-Shirt oder ein riesiges Motiv auf der Jacke wirkt auf Bildern oft sehr dominant.
Der Blick landet dann nicht zuerst bei dir und deinem Pferd, sondern mitten auf dem Schriftzug. Und genau dort bleibt er gern kleben.
So machst du es besser:
Wähle möglichst einfarbige Kleidung ohne große Logos. Ein kleines, unauffälliges Zeichen ist meist kein Problem. Es sollte nur nicht aussehen, als würdest du gerade eine Werbekampagne für deine Lieblingsmarke drehen.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein schlichtes dunkelblaues, cremefarbenes oder grünes Oberteil wirkt meist ruhiger als ein Pullover mit einem großen weißen Schriftzug auf der Brust.
Fehler 2: Sehr auffällige Muster
Große Karos, breite Streifen, viele Blumen oder wilde Farbkombinationen können ein Bild schnell unruhig machen.
Das bedeutet nicht, dass Muster grundsätzlich verboten sind. Ein kleines, dezentes Muster kann sehr schön aussehen. Schwierig wird es erst, wenn das Muster schon beim ersten Blick die komplette Aufmerksamkeit bekommt.
So machst du es besser:
Halte das Oberteil vor dich und betrachte dich mit etwas Abstand im Spiegel. Siehst du zuerst das Muster und erst danach dich? Dann ist es für das Shooting wahrscheinlich etwas zu auffällig.
Was auf Bildern besser wirkt:

Kleine, ruhige Muster oder einfarbige Kleidung lassen dein Gesicht, deine Bewegungen und die Verbindung zu deinem Pferd stärker wirken.
Fehler 3: Grelle Farben
Neongelb, leuchtendes Pink oder Signalorange können auf Fotos sehr dominant werden. Bei Sonnenlicht wirken solche Farben oft noch kräftiger als in deinem Kleiderschrank.
Außerdem können sie farbige Reflexe auf deine Haut oder das Fell deines Pferdes werfen. Dein Pferd möchte schließlich nicht plötzlich einen kleinen pinken Schimmer auf der Nase tragen.
So machst du es besser:
Wähle lieber ruhigere Farbtöne. Dazu gehören zum Beispiel:
- dunkles Blau
- Creme
- Rostrot
- gedecktes Grün
- Bordeaux
- warmes Braun
Welche Farben besonders gut zu deinem Pferd passen, zeige ich dir ausführlich im Artikel „Welche Farbe passt zu meinem Pferd? Outfitfarben nach Fellfarbe“.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein ruhiger Farbton unterstützt das Bild, ohne sich in den Vordergrund zu drängeln. So bleiben du und dein Pferd die Hauptdarsteller – genau so soll es sein.
Fehler 4: Dein Outfit verschmilzt mit Pferd oder Hintergrund

Wenn du einen Rappen hast und komplett Schwarz trägst, kann dein Oberkörper auf manchen Bildern fast mit dem Pferd verschmelzen. Bei einem Fuchs kann eine rostbraune Jacke ähnlich wirken. Und Beige vor trockenem Sommergras ist manchmal ungefähr so auffällig wie ein Keks im Keksregal.
Das Problem ist nicht, dass ähnliche Farben grundsätzlich schlecht sind. Es fehlt nur oft ein kleiner Unterschied, damit du dich gut vom Pferd und von der Umgebung abhebst.
So machst du es besser:
Achte darauf, dass zwischen deinem Outfit, der Fellfarbe deines Pferdes und dem Hintergrund ein sichtbarer Unterschied entsteht.
Das kann durch eine andere Helligkeit oder einen anderen Farbton passieren.
Was auf Bildern besser wirkt:
Zu einem dunklen Pferd wirkt ein helleres Oberteil häufig schöner als Schwarz. Creme, gedecktes Blau oder ein sanftes Grün können einen guten Kontrast schaffen.
Zu einem hellen Pferd darf dein Outfit etwas kräftiger oder dunkler sein, solange es nicht grell wirkt.
Mehr konkrete Farbbeispiele findest du in meinem Artikel „Welche Farbe passt zu meinem Pferd? Outfitfarben nach Fellfarbe“.
Wenn der Stoff auf Bildern plötzlich ein Eigenleben entwickelt
Manche Kleidungsstücke sehen im Schrank völlig harmlos aus. Kaum trifft Sonnenlicht darauf, glänzen sie, werfen merkwürdige Falten oder zeigen mehr, als ursprünglich geplant war.
Fehler 5: Sehr glänzende Stoffe
Stark glänzende Blusen, Jacken oder Kleider spiegeln das Licht. Dadurch entstehen schnell sehr helle Stellen, die auf dem Bild stark auffallen.
Besonders bei tief stehender Sonne kann der Stoff plötzlich wirken, als hätte er sich heimlich mit einer Discokugel angefreundet.
So machst du es besser:
Wähle möglichst matte Stoffe ohne starken Glanz. Sie wirken auf Bildern ruhiger und lassen sich bei verschiedenen Lichtverhältnissen leichter fotografieren.
Was auf Bildern besser wirkt:
Baumwolle, Leinen oder ein weicher Stoff ohne sichtbaren Glanz wirken meist natürlicher als glatte, stark spiegelnde Materialien.
Fehler 6: Durchsichtige Kleidung
Ein Oberteil kann im Haus völlig blickdicht wirken und draußen im Gegenlicht plötzlich durchsichtig werden. Das gilt besonders für helle und sehr dünne Stoffe.
So machst du es besser:
Prüfe dein Outfit vorher bei Tageslicht. Stelle dich am besten vor ein Fenster und lass dich einmal von vorne und von hinten fotografieren.
So erkennst du schnell, ob Unterwäsche oder Nähte sichtbar werden.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein blickdichtes Oberteil oder ein passendes Unterhemd sorgt dafür, dass du dich beim Shooting frei bewegen kannst und nicht ständig prüfst, ob gerade mehr zu sehen ist als geplant.
Fehler 7: Stark zerknitterte Kleidung

Falten fallen auf Bildern deutlicher auf, als man denkt. Besonders große Knitterfalten an Blusen, Kleidern oder Hosen können schnell ungepflegt wirken.
Und nein, die Bildbearbeitung zieht nicht jedes Kleidungsstück einzeln glatt. Auch Photoshop hat irgendwann Feierabend. 😄
So machst du es besser:
Bügle oder dämpfe dein Outfit vorher und transportiere es auf einem Kleiderbügel oder ordentlich zusammengelegt.
Zieh es möglichst erst kurz vor dem Shooting an.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein glatter Stoff lenkt nicht ab und lässt dein Outfit sofort ruhiger und hochwertiger wirken.
Wenn die Kleidung schön aussieht, aber nicht mitarbeitet
Ein Outfit kann im Stehen wunderbar aussehen. Beim Führen, Sitzen oder Reiten zeigt sich dann aber die Wahrheit. Plötzlich kneift die Hose, das Oberteil rutscht hoch und du bist mehr mit Zurechtziehen beschäftigt als mit deinem Pferd.
Genau das wollen wir vermeiden.
Fehler 8: Zu enge oder unbequeme Kleidung
Eine Hose, die beim Sitzen einschneidet, eine Bluse, in der du kaum die Arme heben kannst, oder ein Kleid, das bei jedem Schritt spannt, macht das Shooting unnötig anstrengend.
Und mal ehrlich: Wenn etwas kneift, sieht man das oft auch. Vielleicht nicht sofort am Outfit, aber an deinem Gesicht. Der berühmte „Ich lächle ganz entspannt, obwohl mir die Hose gerade die Luft abschnürt“-Blick ist selten ein Bildfavorit.
So machst du es besser:
Teste dein komplettes Outfit vor dem Shooting nicht nur vor dem Spiegel.
Mach damit ein paar ganz einfache Bewegungen:
- einige Schritte gehen
- dich nach vorne beugen
- die Arme heben
- in die Hocke gehen
- dich auf einen Stuhl setzen
- ein Bein so anheben, als würdest du aufsteigen
Wenn etwas schon zu Hause unangenehm ist, wird es draußen mit Pferd nicht plötzlich bequemer.
Was auf Bildern besser wirkt:
Kleidung, in der du dich frei bewegen kannst, lässt dich automatisch entspannter aussehen. Deine Haltung wirkt natürlicher und du musst nicht ständig an deinem Outfit herumzupfen.
Fehler 9: Kleidung, die beim Bewegen verrutscht
Manche Oberteile bleiben im Stehen genau dort, wo sie sollen. Sobald du dein Pferd führst, dich anlehnst oder nach unten beugst, rutschen sie hoch, nach vorne oder zur Seite.
Auch Jacken und Blusen können sich beim Sitzen ungünstig aufbauschen. Das wirkt auf Bildern schnell, als hättest du heimlich ein kleines Sofakissen unter der Kleidung versteckt.
So machst du es besser:
Bewege dich vor dem Shooting einmal genauso, wie du es später mit deinem Pferd tun wirst.
Prüfe dabei:
- Rutscht das Oberteil hoch?
- Wird der Ausschnitt beim Vorbeugen zu tief?
- Schiebt sich die Hose beim Sitzen nach unten?
- Bildet die Jacke große Falten?
- Bleiben Ärmel und Träger an ihrem Platz?
Ein dünnes Unterhemd kann bei manchen Oberteilen helfen. Bei Blusen oder Jacken lohnt es sich, verschiedene Sitzpositionen auszuprobieren.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein Outfit, das zuverlässig sitzt, gibt dir Sicherheit. Du kannst dich auf dein Pferd konzentrieren und musst nicht nach jeder Bewegung kontrollieren, ob noch alles dort ist, wo es hingehört.
Fehler 10: Zu kurze Röcke oder Kleider
Ein Rock oder Kleid kann im Stehen eine gute Länge haben und beim Sitzen plötzlich deutlich kürzer werden.
Beim Führen, auf einer niedrigen Mauer oder bei Reitbildern kann das schnell unangenehm werden. Besonders schwierig wird es, wenn du während des Shootings ständig versuchst, den Stoff nach unten zu ziehen.
So machst du es besser:
Setz dich vor dem Shooting mit dem Kleid oder Rock auf einen Stuhl. Hebe außerdem ein Bein an und gehe ein paar größere Schritte.
So siehst du, wie sich der Stoff wirklich bewegt.
Für Reitbilder muss ein Kleid dafür geeignet sein. Es sollte genügend Stoff haben, Bewegungsfreiheit bieten und so geschnitten sein, dass es im Sattel gut liegt.
Mehr dazu findest du in meinem Artikel „Kleid oder Jeans beim Pferdeshooting – was passt besser zu dir?“
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein Kleid oder Rock mit ausreichender Länge wirkt beim Gehen und Sitzen entspannter. Du musst nichts festhalten oder zurechtrücken und kannst dich ganz normal bewegen.
Fehler 11: Sichtbare Unterwäsche und BH-Träger

Ein heller BH unter einem dunklen Oberteil, dunkle Unterwäsche unter einer hellen Hose oder ein BH-Träger, der ständig unter dem Oberteil hervorschaut, fällt auf Fotos oft stärker auf als im Spiegel.
Auch Unterwäsche, die einschneidet, kann sich unter enger Kleidung deutlich abzeichnen.
So machst du es besser:
Prüfe dein Outfit bei Tageslicht von vorne, hinten und von der Seite.
Bei heller Kleidung ist hautfarbene Unterwäsche meist unauffälliger als weiße. Achte außerdem darauf, dass BH-Träger zum Schnitt des Oberteils passen und nicht bei jeder Bewegung hervorrutschen.
Mach am besten ein paar Testfotos mit dem Handy. Die Kamera ist bei solchen Dingen leider eine kleine Petze.
Was auf Bildern besser wirkt:
Passende, unsichtbare Unterwäsche sorgt für eine ruhige Form unter der Kleidung. So wird nichts betont, das später eigentlich gar keine Rolle spielen sollte.
Kleine Outfit-Fehler mit großer Wirkung
Manche Dinge wirken beim Anziehen völlig harmlos. Auf Bildern können sie aber plötzlich sehr präsent sein. Dazu gehören vor allem Accessoires und Schuhe.
Fehler 12: Zu viele Accessoires
Große Ohrringe, mehrere Ketten, Armreifen, Gürtel, Hut und Halstuch gleichzeitig können ein Bild schnell unruhig machen.
Ein einzelnes Accessoire kann dein Outfit wunderbar ergänzen. Wenn aber die komplette Schmuckschatulle mit zum Pferdeshooting kommt, weiß der Blick irgendwann gar nicht mehr, wo er zuerst landen soll.
Auch wichtig: Klimpernde Armreifen oder lange Ketten können beim Umgang mit dem Pferd stören. Manche Pferde finden ungewohnte Geräusche spannend. Andere finden sie ungefähr so toll wie eine flatternde Plastiktüte im Gebüsch.
So machst du es besser:
Entscheide dich für ein oder zwei Accessoires, die wirklich zu deinem Outfit passen.
Das kann zum Beispiel sein:
- eine schlichte Kette
- kleine Ohrringe
- ein schöner Gürtel
- ein Hut, wenn er wirklich zu dir passt
- ein ruhiges Tuch ohne auffälliges Muster
Bei Reitbildern sollte nichts lose herabhängen oder sich am Sattel, Zügel oder an der Kleidung verfangen können.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein gezielt ausgewähltes Accessoire setzt einen schönen Akzent. Ein schlichter Gürtel kann zum Beispiel eine Jeans und eine Bluse verbinden, ohne dass er dir und deinem Pferd die Hauptrolle klaut.
Fehler 13: Ungeeignete Schuhe für Wiese und Matsch
Die schönsten Schuhe bringen dir wenig, wenn du darin keinen sicheren Schritt machen kannst.
Hohe, schmale Absätze versinken schnell in weichem Boden. Schuhe mit glatter Sohle können auf feuchtem Gras rutschig werden. Sehr helle Stoffschuhe sehen nach einem kurzen Spaziergang über eine matschige Wiese oft aus, als hätten sie selbst am Pferdeauslauf teilgenommen.
So machst du es besser:
Wähle Schuhe, die zum Untergrund passen und dir einen sicheren Stand geben.
Gut geeignet sind zum Beispiel:
- saubere Stiefeletten mit fester Sohle
- Reitstiefel
- schlichte Boots
- feste, gepflegte Schuhe ohne glatte Sohle
Die Schuhe sollten nicht nur gut aussehen. Du solltest darin auch sicher laufen, dein Pferd führen und längere Zeit stehen können.
Was auf Bildern besser wirkt:
Schlichte, saubere Boots oder Stiefeletten passen zu vielen Outfits und wirken meist ruhiger als auffällige Sportschuhe mit vielen Farben und großen Logos.
Fehler 14: Nur ein Paar Schuhe mitnehmen

Manchmal ist der Weg zur Shootingstelle nass oder matschig, während der eigentliche Platz trocken und schön ist.
Wer bereits in den geplanten Schuhen durch jede Pfütze marschiert, hat am Ziel möglicherweise ein wunderschönes Outfit – und zwei kleine Matschklumpen an den Füßen.
So machst du es besser:
Komm in festen Alltagsschuhen oder Gummistiefeln zur Shootingstelle und nimm deine Schuhe für die Bilder separat mit.
Kurz vor den ersten Fotos wechselst du die Schuhe. Danach kannst du wieder in deine bequemen und schmutzfesten Schuhe schlüpfen.
Pack zusätzlich ein kleines Handtuch oder ein paar Feuchttücher ein. Damit lassen sich Staub, Gras oder kleinere Schlammspritzer schnell entfernen.
Was auf Bildern besser wirkt:
Saubere Schuhe lassen das gesamte Outfit sofort gepflegter wirken. Besonders bei Ganzkörperbildern fallen verschmutzte Schuhspitzen nämlich schneller auf, als man denkt.
Fehler bei Wetter und Vorbereitung
Das schönste Outfit hilft dir wenig, wenn du darin frierst, schwitzt oder es schon vor dem ersten Bild voller Pferdehaare ist. Pferde sind bei solchen Dingen nämlich erstaunlich zuverlässig. Kaum ist die helle Bluse angezogen, kommt irgendwo eine staubige Nase um die Ecke. 😄
Fehler 15: Das Outfit passt nicht zur Temperatur
Ein dünnes Kleid bei kaltem Wind oder eine dicke Jacke an einem warmen Sommerabend klingt auf dem Papier vielleicht noch machbar. Beim Shooting sieht man dir aber schnell an, wenn du frierst oder schwitzt.
Dann werden die Schultern hochgezogen, die Hände verschwinden in den Ärmeln oder das Gesicht sagt ganz deutlich: „Ich lächle, aber innerlich bin ich bereits ein Eiszapfen.“
So machst du es besser:
Plane dein Outfit passend zur Jahreszeit und zur tatsächlichen Temperatur am Shootingtag.
Nimm bei wechselhaftem Wetter etwas zum Überziehen mit, das nicht dick aufträgt und schnell an- oder ausgezogen werden kann.
Das kann zum Beispiel sein:
- eine dünne Strickjacke
- eine schlichte Jacke
- ein Mantel für die Pausen
- ein großes Tuch
- warme Kleidung, die du zwischen den Bildern anziehst
Im Sommer solltest du darauf achten, dass du dich in deinem Outfit nicht zu schnell überhitzt.
Mehr konkrete Tipps für jede Jahreszeit findest du im Artikel „Was anziehen beim Pferdeshooting im Frühling, Sommer, Herbst und Winter?“
Was auf Bildern besser wirkt:
Wenn dir weder zu warm noch zu kalt ist, wirkt deine Haltung lockerer. Dein Gesicht entspannt sich und du kannst dich auf dein Pferd konzentrieren, statt heimlich die Minuten bis zur nächsten Jacke zu zählen.
Fehler 16: Das Shootingoutfit schon beim Putzen tragen
Das Pferd wird geputzt, die Hufe werden sauber gemacht, die Mähne wird sortiert – und mittendrin stehst du bereits in deinem fertigen Shootingoutfit.
Das kann gut gehen. Es kann aber auch sehr schnell nach Pferdehaar, Staub, Wasserflecken und Sabber aussehen.
Besonders helle Kleidung besitzt offenbar eine magische Anziehungskraft auf schmutzige Pferdenasen.
So machst du es besser:
Bereite dein Pferd zuerst in älterer Kleidung vor.
Zieh dein Shootingoutfit erst an, wenn:
- dein Pferd fertig geputzt ist
- Mähne und Schweif vorbereitet sind
- Sattel oder Trense sitzen
- ihr kurz vor dem Start seid
Transportiere dein Outfit am besten auf einem Kleiderbügel oder in einer sauberen Tasche.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein sauberes Oberteil und eine fleckenfreie Hose lassen das gesamte Bild ruhiger und gepflegter wirken. Und du musst nicht schon vor dem ersten Foto versuchen, einen Speichelfleck mit einem Taschentuch wegzuzaubern.
Fehler 17: Keine Wechselkleidung dabeihaben
Pferde können niesen. Pferde können schnauben. Pferde können auf genau die Stelle treten, an der gerade noch kein Matsch war.
Auch ein kurzer Regenschauer oder ein verschüttetes Getränk kann dafür sorgen, dass dein geplantes Outfit plötzlich nicht mehr ganz so geplant aussieht.
So machst du es besser:
Pack mindestens ein Ersatzoberteil ein.
Je nach Wetter und Shootingort können zusätzlich sinnvoll sein:
- eine zweite Hose
- ein weiteres Paar Schuhe
- trockene Socken
- eine Jacke
- ein kleines Handtuch
- Feuchttücher
- eine Bürste für Kleidung
Das Ersatzoutfit muss nicht komplett anders sein. Es reicht oft, wenn du ein ähnliches Oberteil in einer passenden Farbe dabeihast.
Was auf Bildern besser wirkt:
Mit Wechselkleidung kannst du kleinere Pannen schnell lösen. Außerdem hast du die Möglichkeit, während des Shootings einen zweiten Look zu fotografieren, ohne dafür den halben Kleiderschrank auf die Pferdewiese zu rollen.
Besondere Regeln für Reitbilder
Bei Bildern im Sattel muss dein Outfit mehr können, als nur hübsch auszusehen. Du solltest sicher aufsteigen, bequem sitzen und dein Pferd normal reiten können.
Ein Kleid, das im Stehen wunderbar fällt, kann sich im Sattel zusammenziehen, unter dir festklemmen oder an einer ungünstigen Stelle verrutschen. Spätestens dann ist Schluss mit entspanntem Lächeln und wir betreten das Gebiet „Wo ist eigentlich mein Rock geblieben?“ 😄
Fehler 18: Das Outfit vorher nicht im Sattel testen
Nur weil eine Hose, ein Rock oder ein Kleid beim Gehen bequem ist, muss es beim Reiten noch lange nicht funktionieren.
Enge Hosen können am Knie oder an der Hüfte spannen. Blusen können hochrutschen. Kleider können sich unter dem Oberschenkel zusammenziehen oder deutlich kürzer werden.
So machst du es besser:
Teste dein geplantes Outfit vor dem Shooting einmal auf dem Pferd oder zumindest auf einem Sattel.
Prüfe dabei:
- Kannst du problemlos aufsteigen?
- Kannst du deine Beine normal bewegen?
- Rutscht dein Oberteil nach oben?
- Wird ein Kleid oder Rock beim Sitzen zu kurz?
- Klemmt Stoff unter deinem Bein oder Gesäß?
- Kannst du Zügel und Pferd sicher kontrollieren?
Bei Kleidern solltest du außerdem ausprobieren, wie der Stoff seitlich über das Pferd fällt.
Was auf Bildern besser wirkt:
Ein Outfit, in dem du bequem und sicher sitzt, lässt deine Haltung automatisch ruhiger wirken. Du schaust nicht ständig nach unten und musst den Stoff nicht bei jedem Bild neu sortieren.
Fehler 19: Sicherheit wird für ein schönes Bild vergessen
Ein Outfit kann noch so schön aussehen – wenn du dich darin unsicher fühlst, ist es für Reitbilder nicht geeignet.
Sehr lange Bänder, lose Tücher oder große Schmuckstücke können sich am Sattel oder an der Ausrüstung verfangen. Schuhe ohne festen Halt sind beim Reiten ebenfalls keine gute Wahl.
Und auch wenn ein flatterndes Kleid auf Bildern wunderschön aussehen kann: Nicht jedes Pferd findet große, bewegte Stoffmengen sofort genauso zauberhaft.
So machst du es besser:
Für Reitbilder gilt:
- Trage Schuhe, in denen du sicher reiten kannst.
- Verzichte auf lange, lose Bänder und stark flatternde Tücher.
- Teste längere Kleider vorher mit deinem Pferd.
- Gewöhne dein Pferd langsam an bewegten Stoff.
- Steige erst auf, wenn dein Pferd ruhig bleibt.
- Lass dir beim Ordnen eines langen Kleides helfen.
- Wähle im Zweifel immer die sichere Variante.
Ein passender Reithelm ist bei gerittenen Bildern die sicherste Wahl. Ein Foto ist niemals wichtiger als deine Sicherheit oder die deines Pferdes.
Was auf Bildern besser wirkt:
Wenn du dich sicher fühlst, sitzt du lockerer und kannst dich auf dein Pferd konzentrieren. Genau diese Ruhe sieht man später auf den Bildern.
Meine Shootingkleider für Reiterinnen

Für meine Pferdeshootings stehen dir Kleider zur Verfügung, die speziell für Reiterinnen und Bilder mit Pferd ausgewählt wurden.
Ihr Schnitt bietet genügend Stoff für Bilder im Stehen, beim Führen und auch im Sattel. Die Kleider lassen sich so auf dem Pferd verteilen, dass sie unabhängig davon funktionieren, ob dein Pferd klein, groß, schmal oder kräftig gebaut ist.
Du musst also nicht mit einem normalen Kleid experimentieren und hoffen, dass es beim Aufsteigen plötzlich seine verborgenen Reitkleid-Talente entdeckt.
Vor dem Shooting schauen wir gemeinsam, welches Kleid zu dir, deinem Pferd und den geplanten Bildern passt. Bei Reitbildern helfe ich dir außerdem dabei, den Stoff sicher und passend zu legen.
Der schnelle Outfit-Test vor dem Pferdeshooting
Die meisten Outfit-Fehler beim Pferdeshooting lassen sich mit einem kurzen Test zu Hause vermeiden. Du musst dein Outfit nicht stundenlang prüfen und daraus eine eigene Wissenschaft machen. Ein kurzer Test vor dem Shooting reicht oft schon aus, um die meisten Pannen zu entdecken.
Zieh dein komplettes Outfit an – inklusive Unterwäsche, Schuhen und Accessoires – und bewege dich ein paar Minuten darin.
Prüfe dabei:
- Kannst du bequem gehen und dich bücken?
- Kannst du die Arme heben, ohne dass das Oberteil hochrutscht?
- Bleibt der Ausschnitt auch beim Vorbeugen an seinem Platz?
- Ist die Unterwäsche bei Tageslicht unsichtbar?
- Schneidet die Hose oder der Rock beim Sitzen ein?
- Ist das Kleid lang genug, wenn du sitzt oder ein Bein anhebst?
- Kannst du in den Schuhen sicher über Wiese und unebenen Boden laufen?
- Klimpert, rutscht oder stört ein Accessoire?
- Hebt sich die Farbe gut vom Fell deines Pferdes ab?
- Passt das Outfit zur Temperatur und zum Wetter?
- Funktioniert die Kleidung auch im Sattel, wenn Reitbilder geplant sind?
Mach anschließend ein paar Handyfotos von vorne, von der Seite und von hinten. Am besten auch einmal im Sitzen und beim Vorbeugen.
Der Spiegel ist nämlich manchmal sehr höflich. Die Handykamera dagegen sagt dir gnadenlos, wenn ein BH-Träger hervorschaut oder die Bluse beim Sitzen plötzlich ein kleines Zelt eröffnet. 😄
Das solltest du zusätzlich einpacken
Für kleine Pannen am Shootingtag helfen:
- ein Ersatzoberteil
- ein zweites Paar Schuhe
- trockene Socken
- Feuchttücher
- ein kleines Handtuch
- eine Fusselrolle oder Kleiderbürste
- eine Jacke für die Pausen
Damit bist du gut vorbereitet, ohne drei Koffer und einen eigenen Gepäckwagen mitzubringen.
Du musst dein Outfit nicht allein zusammenstellen

Du musst vor deinem Pferdeshooting nicht ratlos vor dem Kleiderschrank stehen und zwölf Oberteile anprobieren, nur um am Ende doch wieder beim ersten zu landen. 😄
Vor dem Shooting schauen wir gemeinsam, welche Kleidung zu dir, deinem Pferd und der geplanten Umgebung passt. Du kannst mir dafür einfach Fotos deiner möglichen Outfits schicken. So sehen wir schnell, welche Farben gut wirken, welche Teile zusammenpassen und ob etwas für die geplanten Bilder ungeeignet ist.
Auch bei Fragen wie „Kleid oder Jeans?“, „Welche Schuhe nehme ich?“ oder „Passt diese Farbe zu meinem Pferd?“ musst du nicht allein entscheiden.
Weitere Tipps findest du in diesen Artikeln:
- Was anziehen beim Pferdeshooting? Der große Outfit-Guide
- Welche Farbe passt zu meinem Pferd? Outfitfarben nach Fellfarbe
- Kleid oder Jeans beim Pferdeshooting – was passt besser zu dir?
- Was anziehen beim Pferdeshooting im Frühling, Sommer, Herbst und Winter?
Für dein Shooting kannst du außerdem meine Shootingkleider für Reiterinnen nutzen. Sie sind speziell für Bilder mit Pferd gemacht und eignen sich auch für Reitbilder. Gemeinsam wählen wir ein Kleid aus, das zu dir, deinem Pferd und den geplanten Aufnahmen passt.
Fazit: Dein Outfit soll mitmachen – nicht nerven
Das passende Outfit für dein Pferdeshooting muss nicht teuer, ausgefallen oder perfekt sein.
Viel wichtiger ist, dass du dich darin wohlfühlst, dich sicher bewegen kannst und nicht nach jeder Bewegung etwas zurechtrücken musst. Große Logos, unbequeme Kleidung, ungeeignete Schuhe oder ein verrutschender Träger lassen sich mit einem kurzen Test vorher leicht vermeiden.
Zieh dein Outfit zu Hause komplett an, bewege dich darin, setz dich hin und mach ein paar Handyfotos. So erkennst du schnell, ob alles sitzt und auch bei Bewegung gut aussieht.
Dann kannst du dich beim Shooting auf das konzentrieren, worum es wirklich geht: auf dich und dein Pferd.
Der Pullover mit dem riesigen Schriftzug darf an diesem Tag einfach mal frei haben.