Nicole folgte mir schon lange. Sie kannte meine Bilder, meine Arbeit und vermutlich auch meine kleine Schwäche für Tiere mit eigenen Ideen.
Dann wurde Quattro krank.
Aus dem Gedanken an ein späteres Shooting wurde eine Entscheidung: Jetzt sollen Bilder entstehen. Bilder von Quattro und Rookie. Und vor allem Bilder von der ganzen Familie – von Nicole, Mirko und ihren beiden Parson Russell Terriern.
Quattro und Rookie sind für Nicole und Mirko keine Haustiere. Sie sind Familienmitglieder.
Ein Hundeshooting im eigenen Garten
Für dieses Hundeshooting mussten Nicole, Mirko und die Hunde keine Koffer packen und auch keine weite Strecke fahren. Ich kam zu ihnen nach Hause.
Der eigene Garten war für das Shooting genau der richtige Ort. Viel Grün, wunderschöne Blumen und ein Steingarten boten uns verschiedene Hintergründe. Dazu kam herrliches Vorsommerwetter mit Sonne und angenehmen Temperaturen.
Für Quattro und Rookie war alles vertraut. Die bekannten Gerüche waren da, ihre Menschen waren da und zwischendurch konnten sie sich zurückziehen.
Ein Hundeshooting im eigenen Garten bietet oft viel mehr Möglichkeiten, als man zuerst vermutet. Ein paar Schritte weiter verändert sich der Hintergrund komplett. Eben noch saßen wir zwischen Blumen, kurz darauf entstanden Bilder auf der Wiese oder am Steingarten.
Und falls du jetzt kritisch in deinen Garten schaust und denkst: „Bei mir steht da aber die Gießkanne neben dem Gartenschlauch“ – keine Sorge. Ich finde meine Bildausschnitte. Die Gießkanne bekommt keinen Modelvertrag.
Erst einmal dürfen die Hunde vor die Kamera
Nicole und Mirko waren vor dem Shooting aufgeregt. Das geht fast allen so, die zum ersten Mal bei mir vor der Kamera stehen.
Deshalb beginne ich gern mit Einzelbildern der Tiere. Frauchen und Herrchen können erst einmal zuschauen und merken schnell, wie entspannt alles abläuft.
Tiere gewöhnen sich meist ziemlich flott an die Kamera. Besonders Terrier haben ohnehin Wichtigeres zu tun, als lange über ein Objektiv nachzudenken. Schließlich muss geprüft werden, was im Garten passiert, wo es interessant riecht und ob irgendwo ein Keks den Besitzer wechseln möchte.
Quattro war an diesem Tag neugierig, flink und aufgeweckt. Ganz typisch Terrier. Die Krankheit nahm ihm an diesem Tag nichts von seiner Neugier.
Rookie war ebenfalls mit vollem Einsatz dabei. Die beiden spielten, tobten und zeigten genau die kleinen Eigenheiten, die sie als Team so besonders machen.
Pausen gehören bei einem Hundeshooting dazu
Das Shooting dauerte ungefähr eine bis anderthalb Stunden. Darin waren viele Pausen eingeplant.
Bei meinen Shootings bestimmt das Tier das Tempo. Gerade bei einem kranken oder älteren Hund achte ich sehr genau darauf, wann eine Pause nötig ist. Abwechslung hilft ebenfalls. Nach ein paar ruhigen Bildern darf gelaufen, geschnüffelt oder kurz ausgeruht werden.
Ein Hund muss während eines Shootings keine anderthalb Stunden konzentriert vor der Kamera sitzen. Das wäre selbst für viele Menschen eine sportliche Aufgabe – und wir verstehen wenigstens, warum da jemand dauernd „noch einmal kurz hierher schauen“ sagt.
Quattro bekam die Ruhe, die er brauchte. So konnten wir viele verschiedene Bilder aufnehmen, ohne ihn zu überfordern.
Rookie und der Sprung auf den Thron
Natürlich lassen sich mit zwei Terriern nur ungefähr fünf Prozent eines Shootings planen. Den Rest übernehmen die Terrier.
Für ein lockeres Familienbild setzte ich Nicole und Mirko auf die Wiese. Quattro und Rookie sollten vor ihnen sitzen.
Rookie fand diese Idee offenbar etwas langweilig.
Mit einem Satz sprang sie auf Mirkos Schulter, setzte sich dort hin und schaute, als wäre genau dieser Platz von Anfang an für sie reserviert gewesen.
Wir mussten alle so sehr lachen. Und natürlich habe ich den Moment festgehalten.
Rookie auf Mirkos Schulter, völlig überzeugt von sich. Das kriegt man nicht hin. Das passiert einfach.
Rookie saß dort wie eine kleine Königin. Mirko hatte dabei überraschend wenig Mitspracherecht.
Ein Highfive, das mehr sagt als viele Worte
Neben all den lustigen Szenen entstand ein Bild, das mich besonders berührt.
Nicole sitzt mit Quattro zusammen. Er sitzt vor ihr und gibt ihr ein Highfive.
Dieses Bild wirkt, als würde Quattro sagen:
„Zusammen sind wir stark. Wir schaffen das.“
Man sieht sofort, was die beiden füreinander sind. Ein Team. Vertraut, innig und verbunden.
Ich hatte die Kamera oben. Nicole hatte Quattro vor sich. Und dann streckte er die Pfote aus.
Als aus der Slideshow plötzlich ein Taschentuch-Test wurde
Nach dem Shooting trafen wir uns zur gemeinsamen Bildauswahl. Dabei zeige ich die Bilder zuerst in einer Slideshow.
Nicole sah ihre Bilder und fing an zu weinen.
Und ja … ich dann auch.
Nach 20 Jahren als Fotografin könnte man meinen, ich hätte meine Tränendrüsen inzwischen im Griff. Offenbar haben sie diesen Teil der Berufserfahrung übersprungen.
Nicole und Mirko entschieden sich für alle Bilder aus dem Shooting. Zusätzlich wählten sie eine gerahmte Leinwand in der Größe 90 × 60 Zentimeter.
Kein Runterschrollen mehr, kein Suchen. Das Bild hängt. Man sieht es, wenn man morgens an ihm vorbeiläuft.
Später schrieb mir Nicole:
„Liebe Steffi, ich muss dir nochmal sagen, dass du mich mit diesen wunderschönen Bildern mehr als glücklich gemacht hast 🥹 Ich glaube, ich brauche dir nicht zu sagen, wie viel mir das bedeutet. 🫶🏻🥹“
Solche Worte treffen mich jedes Mal. Denn hinter diesem Shooting steckte ein Wunsch, der für Nicole und Mirko eine große Bedeutung hatte.
Passt ein Hundeshooting zu Hause auch zu euch?
Zuhause kennt der Hund die Gerüche, die Geräusche, die Ecken. Er muss keine neue Umgebung erst abscannen. Das zeigt sich im Bild.
Dabei braucht es keinen riesigen Park als Garten. Oft reichen eine grüne Ecke, ein schöner Strauch, eine Hauswand oder eine kleine Wiesenfläche. Ich schaue vor Ort, welche Möglichkeiten sich anbieten und wie wir daraus abwechslungsreiche Bilder machen.
Dein Hund darf dabei neugierig, wild, gemütlich oder ein kleiner Wirbelwind sein. Ich plane Pausen ein, passe den Ablauf an und lasse genug Raum für die Momente, die sich nicht bestellen lassen.
Hundefotografie in Gera und Umgebung
Ich begleite Hundebesitzer aus Gera, Thüringen und der Umgebung bei Shootings im eigenen Garten, in der Natur oder an einem Ort, der für sie eine besondere Bedeutung hat.
Vor dem Termin besprechen wir, was dir wichtig ist, welche Bilder du dir wünschst und was dein Hund braucht. Während des Shootings leite ich dich an und achte darauf, dass dein Hund genügend Pausen bekommt.
Du musst vorher keine Posen üben. Auch dein Hund braucht keine Bewerbung als professionelles Fotomodell einzureichen.
Ihr dürft kommen, wie ihr seid.
Eure Geschichte verdient Bilder
Das Shooting mit Nicole, Mirko, Quattro und Rookie war lustig, berührend und voller kleiner Überraschungen.
Es entstanden Einzelbilder, lebendige Aufnahmen der beiden Hunde und Familienbilder, die zeigen, wie eng diese vier zusammengehören.
Und irgendwo dazwischen saß Rookie auf Mirkos Schulter, Quattro gab Nicole ein Highfive und wir alle wussten: Genau diese Momente sollen bleiben.
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